»Echte Freunde eben«

»Echte Freunde eben«

Können Verschiedene wirklich Freunde sein? Wie geht das, wenn »Besondere« eben nicht besonders, sondern eine(r) von allen sind? Die Geschichte ist wunderbar illustriert und eignet sich hervorragend zum Vorlesen. Sie beschreibt sehr verschiedene Kinder, die ihren inklusiven Schulalltag zusammen erleben mit allem, was dazu gehört. In der Entwicklung eines Theaterstückes setzen sie sich mit der eigenen Thematik auseinander. 32 Seiten, gebunden.

Format: 27 x 21 cm.
14,50 € *

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    18.12.2016

    Schulische Inklusion ist jetzt!

    „Könnte es nicht auch sein, dass ihr ALLE Astronauten seid und von ganz verschiedenen Sternen kommt?“, fragt Miss Gi, die superduperobermegatolle Lehrerin und erntet Zustimmung von ihrer Grundschulkasse. Als da wäre Roja, die von einem Pferde-Stern träumt, auf dem man nur dann reiten darf, wenn es ein Pferd erlaubt. Da ist Annabell, die sich einen rosa Stern denkt, weil Rosa ihre Lieblingsfarbe ist. Toffis Stern sieht aus wie ein Fußball mit Zacken, auf dem es eine Fußballschule gibt. Jan berichtet von einem Forscher-Stern, von dem er jeden Tag zur Untersuchung neuer Fragen aufbricht. Jenny schlägt vor, dass es Sterne für Mädchen und Sterne für Jungen geben könnte, da es dann friedlicher wäre und man sich nicht dauernd nerven würde. Und dann sagt Tim: „Hallo Erde, ich bin der Astronaut Tim.“ Und Tim ist Jans Freund. Und Jan ist Tims Freund. Sie sind sehr verschieden: der eine, Tim, hat Down-Syndrom, der andere, Jan, ist hochbegabt. Während Tim noch nicht alle Buchstaben und nur manche Wörter kennt, liest Jan dicke Bücher. Aber das stört die beiden Freunde überhaupt nicht, die zwar ‚irgendwie anders‘ sind, von der Klasse aber voll integriert und respektiert sind. Sie sind echte Freunde eben – gleich und verschieden. Als die Klasse ein Theaterstück aufführt, bei dem alle Kinder Astronauten von verschiedenen Sternen sind, aber alle EIN Problem gemeinsam zu lösen haben (JEDER muss mal), ist Tim, der Astronaut, mitten drin. Er spielt nicht eine besondere Astronautenrolle, sondern ist einfach er selbst. Das Theaterstück wird ein voller Erfolg.

    Wiltrud Thies legt nun – nach „Fred, der Frosch, und eine Schule für alle“ (2013) – ein zweites Bilderbuch vor und beschäftigt sich darin mit den Fragen: Können Verschiedene wirklich Freunde sein? Und wie geht das, wenn ‚Besondere‘ eben nicht besonders, sondern eine(r) von allen sind? Inklusion – hautnah und alltäglich. Gottseidank, möchte man hinzufügen. Und eine Freundschaft, die gelingt, weil sie authentisch und lebensbejahend gelebt und von allen respektiert wird. Zudem ist es eine ziemlich wahre Geschichte, sind doch die beiden Protagonisten (Jan und Tim) inzwischen fast erwachsen und noch immer miteinander befreundet. Das macht Mut und zeigt zugleich, dass Inklusive Bildung im Grundschulalter gelingen kann, wenn die Rahmenbedingungen passen bzw. dafür geschaffen werden. Unterschiede gehören auch in der Schule dazu; und die besten Lösungen finden die Kinder ohnehin gemeinsam.

    Wiltrud Thies ist ein überzeugendes Buch über Inklusion und Freundschaft gelungen. Unterstützt wird sie dabei von der Illustratorin Anke Koch-Röttering, die sich bereits bei „Fred, der Frosch“ für die großformatigen, mehrschichtigen Bilder verantwortlich zeigte und die hier ihre Figuren als junge Persönlichkeiten in ihren Unterschiedlichkeiten humorvoll und selbstbewusst präsentiert.

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